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Die Anhänger des TV Plochingen, die nicht in der Halle sein konnten, rieben sich vermutlich ungläubig die Augen, als sie das Ergebnis des Spiels der Handballer in der Baden-Württemberg Oberliga gegen den TSV Weinsberg sahen. 31:41 (15:18) stand da. 31:41 des Tabellen-Zweiten gegen den bisherigen Zwölften. Es war die erste Niederlage der Plochinger im Jahr 2019.

Da auch Verfolger SG Köndringen/Teningen verlor (28:40 bei der HSG Konstanz II), kann man nicht von einem großen Rückschlag im Rennen um den Relegationsplatz zwei sprechen, den die Plochinger nach wie vor belegen. TVP-Trainer Daniel Brack ärgerte sich aber gleichzeitig darüber, dass die Mannschaft die Chance verpasst hat, sich abzusetzen. Für den Coach war die Niederlage erklärbarer als für manche Beobachter – wenn auch nicht in dieser Höhe und mit dieser Zahl an Gegentoren. „Weinsberg ist die einzige Mannschaft, gegen die wir in dieser Liga noch nie gewonnen haben“, sagt Brack, der diesen Umstand im Vorfeld nicht zu hoch hängen wollte – von einem Angstgegner zu sprechen, kann auch lähmen. Zudem trifft die oft verwendete Aussage, eine Mannschaft sei besser als der momentane Tabellenplatz, in diesem Fall zu. Weinsberg „verfügt über eine hohe individuelle Qualität“, wie Brack erklärt. Nur fielen einige der starken Akteure während der laufenden Spielzeit zum Teil lange aus. Jetzt sind sie wieder fit – und zeigten in der Schafhausäckerhalle, was in ihnen steckt.

Nie in Führung

Die Plochinger lagen während der Begegnung kein einziges Mal in Führung. Zwischen der 7. und der 12. Minute wurde aus einem 4:4 ein 4:8, die Mannschaft kämpfte sich auf 11:11 heran – und lag zur Pause wieder mit 15:18 zurück. Während Brack in Bezug auf die erste Hälfte auch vom „fehlenden Matchglück“ in der einen oder anderen Situation sprach, war das Übel nach dem Wechsel klar auszumachen: „Was wir in der zweiten Hälfte in der Abwehr abgeliefert haben, war erbärmlich.“ 41 Gegentreffer sprechen eine deutliche Sprache. Brack versuchte es mit einigen Umstellungen. „Aber nichts hat gefruchtet.“ Auch weil einige Weinsberger jetzt erst so richtig aufdrehten.

Am Ende blieb den Plochingern die Erkenntnis: Wenn ein Gegner seine ganze Stärke ausspielt und man selbst ungewohnte Schwächen zeigt, dann verliert man als Tabellen-Zweiter auch (hoch) gegen den Zwölften.

Nach dem Motto, das Beste aus jeder Situation zu ziehen, sagt Brack: „Vielleicht war die Stimmung zu euphorisch. Jetzt hat man gesehen, dass jeder Sieg hart erarbeitet werden muss.“ Die nächste Gelegenheit, das auch zu schaffen, ist am kommenden Samstag beim Fünften SG Pforzheim/Eutingen. Die Anhänger werden den Ausgang des Spiels mit Interesse verfolgen. sip

 TV Plochingen: Dunz, Nagel; Bischof (1), Maier, Werbitzky (3), Weiß (2), Zeiler (8), Eisele, Brandner (5), Petershans (1), Fischer (4/1), Fuß (2), Mühlhäuser (5), Baur.

 

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